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Buchtipps

Ich habe so ein Buch dringend gebraucht. In diesem heißen Sommer mit so vielen eher unschönen Nachrichten. Und dann kam diese Geschichte, die mich etwas erinnert hat an Benedict Wells. Nicht ganz so dramatisch und schwer, aber doch von einer tiefen Intensität und einem wahren und langen Blick auf das Leben eines jungen Mannes.

Die Mutti stirbt an Krebs und jetzt ist er alleinerziehender Vater. Eigentlich hatte er Zeit, sich auf diese Rolle vorzubereiten, es war abzusehen, aber als es soweit ist: Nichts. Die Trauer wirft ihn um, er hat mit sich zu tun. Er tut sein Bestes, aber als Leser*In fragt man sich oft: Ist das gut genug? Fus, sein Ältester, wird schlechter in der Schule, wird doch nicht in Paris studieren können. Er bleibt zu Hause, macht eine Ausbildung im Ort und vor allem Gillou, sein jüngerer Bruder, freut sich. Sein Bruder ist der Held und der Freund, den er braucht, wenn der Vater fehlt.

Intimitäten ist nicht nur der Titel, sondern das Thema dieses klugen Romans. Im Zentrum steht eine junge Übersetzerin, die für ihren Dolmetscherjob am Internationalen Gerichtshof von New York nach Den Haag zieht. Wenn Intimitäten das dicke Seil sind, welche den Roman halten, zupft Katie Kitamura von hier an einzelne Seelen heraus und es entfalten sich eine Vielzahl dünner Fäden.

Wut, Trauer, Angst, Freude, Eifersucht, Neugierde, Aufregung, Zuneigung ... - all die Gefühle, die uns Menschen innewohnen, sind mannigfaltig und manchmal gar nicht so leicht zu fassen oder zu beschreiben. Gerade Kinder kämpfen öfter mit Empfindungen, die ihnen zuvor unbekannt waren oder die sie nicht einordnen können. Das weiß auch die Literatur - wie sonst ließe sich diese Vielzahl an Bilder- und Kinderbüchern über das umfassende Thema "Gefühle" erklären?

Es gibt keinen Planet B! Umso wichtiger ist es den Kindern von Anfang an zu zeigen, wie schön unsere Welt und die Natur ist. Natürlich ist es am besten, den Wald hautnah zu erleben, Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, durch Pfützen zu rennen, die Luft nach einem Regenguss zu riechen. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle Bilderbücher vorstellen, die nicht nur die Welt in ihrer ganzen Pracht und Herrlichkeit darstellen, sondern auch Wege zu einem umsichtigen und nachhaltigen Miteinander anregen.

Manchmal entsteht der Eindruck, dass Bilderbücher die Diversität unserer Gesellschaft nicht genug widerspiegeln. Das ist Schade, denn es gibt schon einige schöne Titel in denen die diversen Formen des Zusammenlebens dargestellt werden. Außerdem versuchen immer mehr Verlage die Menschen in all ihrer Individualität darzustellen. Wir haben hier mal einige rausgesucht:

Dieses Buch ist eine kleine Sammlung von Momenten, die jeder kennt. Kurze Geschichten, unabhängig voneinander, die von Peinlichkeiten, Erschöpfung und der Suche nach Anerkennung erzählen.

Kurt und seine Oma Karola gehen auf große Fahrt! Für ein internationales Geigenkonzert fahren beide mit dem Nachtexpress nach Sankt Petersburg. Kurt ist dauernd wahnsinnig nervös, dass sie zu spät beim Konzert eintreffen. Zum Glück bewahrt Oma Karola auch nach einigen Schwierigkeiten und Verspätungen alle Ruhe und so ergeben die beiden eine wirklich tolle Dynamik.

Fast das ganze heiter bis wolkig-Team hat Annika Büsings schmales Debüt gelesen und wir sind begeistert. Dabei ist dieses Buch nicht Ohne und alles Andere als ein plüschiger Liebesroman.